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Landmark Award für Sanierungsprojekt, das eine texanische Zuckerraffinerie in eine nachhaltige Siedlung verwandelt

Boston, 22. Juli 2008 – Das Areal der historischen Imperial Sugar Company in Sugar Land, Texas, wird von einer verlassenen Mühle in eines der besten Beispiele für nachhaltige Sanierung verwandelt, die man in den USA finden kann.

Das Imperial Sugar-Projekt erstreckt sich auf eine Fläche von über 250 Hektar, auf der Büros, Geschäfte und Einfamilienhäuser entstehen sollen. Alle Entfernungen sind leicht zu Fuß zurückzulegen, und es wird großer Wert auf eine behagliche, angenehme Atmosphäre mit vielen Grünflächen gelegt. Das Projekt wird von dem in Nashville ansässigen Bauunternehmen Southern Land Company konzipiert und geleitet, das hierfür die ARCHICAD-Software von GRAPHISOFT verwendet.

Boston 1Aufgrund der zahlreichen zu überwindenden Hindernisse hinsichtlich Umweltverträglichkeit, Regularien und Planung wurde das Projekt vor kurzem vom Houston Business Journal mit einem Landmark Award ausgezeichnet. Am Ende wird das Projekt 800 bis 1000 neue Wohnhäuser umfassen, wobei ein Großteil der historischen Elemente dieses Areals und der Natur erhalten bleibt, so z. B. der charakteristische Wasserturm von Imperial, die riesigen Lagerhallen sowie das achtstöckige Kohlehaus, in dem Tonnen von Zucker für den Export in die ganze Welt hergestellt wurden. Der Straßenverlauf in den Wohngegenden wird so konzipiert werden, dass stets eine bestmögliche Sicht auf freie Flächen und den angrenzenden Oyster Creek besteht, ein kleiner Flussarm, dessen Ufer mit Wanderwegen und Spazierpfaden gesäumt sein wird. In einer Parkanlage im Zentrum der Siedlung können alle Anwohner ausspannen und sich bei Freizeitaktivitäten an der frischen Luft erholen.

„Nicht nur die Wege innerhalb der Wohngegenden, sondern auch die Entfernungen zu Geschäften, Büros und einem Vergnügungsviertel können gut Fuß zurückgelegt werden. Dadurch hofft der Bauträger, die Straßen des Viertels zu beleben, da die Bewohner nicht für jede Erledigung mit ihrem Auto fahren müssen“, so ein Reporter des Houston Chronicle in einem vor kurzem erschienenen Artikel zu diesem Projekt.

Boston2Laut Geal Golbeck, Projektkoordinator für Stadtplanung und städtische Gestaltung bei Southern Land Company, konnten durch den Einsatz des Building Information Modeling (BIM), d. h. eines virtuellen Gebäudemodells, nicht nur die üblichen Vorteile hinsichtlich Zusammenarbeit und Produktivität in der Entwurfsphase erzielt werden, sondern es war auch eine Hilfe hinsichtlich des Verkaufs und der Bilanzierung. „Mit dem BIM-Modell aus der ARCHICAD-Lösung konnten wir die Verkäuflichkeit der Straßenfronten berechnen und dadurch den Marktwert der Wohn- und Geschäftsimmobilien maximieren“, so Golbeck. „Mit dem Wand-Tool von ARCHICAD konnten wir verschiedene Gebäudeanordnungen ausprobieren und dabei sofort die jeweils neuen Werte berechnen, ohne dass wir einen Zusatzaufwand hatten. Normalerweise benötigten wir mindestens einen halben Tag, um nach solchen Veränderungen den Wert mit AutoCAD® von Hand neu zu berechnen.“

Das BIM-Modell wird auch von Architekten und Planern gemeinsam genutzt, so dass sie beispielsweise bei den Straßenbildern zusammenarbeiten können. Die Planer und Architekten verwenden dieses Modell zu Abstimmung, wie das Straßenbild in Abhängigkeit von Höhe, Volumens und Bauart der Häuser aussieht. „Wir können die Straße bereits sehen, bevor irgendetwas auf dem Baugrund passiert ist. Dadurch können wir sicherstellen, dass alle, von den Mitarbeitern bei Southern Land über die Siedlungsplaner bis hin zu den Bauherren, mit dem Aussehen und der Atmosphäre der Wohngegend zufrieden sind. Durch ihre Anmerkungen und Kommentare können wir herausfinden, ob sich kleinere Häuser um eine offene Fläche herum besser machen als große Gebäude. Haben sich schließlich alle auf eine Lösung geeignet, können wir schon vorab im Geländemodell umhergehen oder es aus der Vogelperspektive begutachten. Das kann man dann auch später bei der Vermarktung verwenden“, sagte Golbeck.

Southern Land führte mehrere Workshops durch, um direkte Beiträge und Ideen aus der Öffentlichkeit zu diesem Projekt zu erhalten. Da so viele Parteien an der Planung beteiligt waren, konnte ARCHICAD dem Unternehmen bei der Umsetzung der zahlreichen Änderungen am Entwurf viel Zeit und Mühe sparen, so Goldbeck.

Mit der Umweltsanierung wurde im März begonnen, der Baubeginn ist auf das Frühjahr 2009 angesetzt.

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